Laufen · Sagres, Vila do Bispo, Portugal · aufgezeichnet mit NomadTracks

Sagres: eine 4,8-km-Morgenrunde um das letzte Kap der Algarve

Sagres sitzt auf einer stumpfen Kalklandzunge am südwestlichen Ende der Algarve, dort, wo Portugal aufhört, Küste zu sein, und zur Ecke wird. Das hier ist eine 4,8-Kilometer-Runde um diese Landzunge, gelaufen um acht Uhr an einem Augustmorgen, bevor der Wind aufkam.

Dreiunddreißig Minuten, 29 Höhenmeter, nie mehr als etwa fünfzig Meter über dem Meer — Ortsstraßen, eine Kliffstraße und blanker Kalkstein. Ein flacher Lauf mit absurd viel Küste darin.

Distanz4,8 km
Höhenmeter29 m
AktivitätLaufen
Dauer33 min

Zu diesen Daten: Track und Fotos wurden uns von einem NomadTracks-Nutzer persönlich als Beispiele überlassen. NomadTracks lädt deine Tracks und Fotos niemals hoch und teilt sie mit niemandem — deine Aufzeichnungen bleiben auf deinen Geräten und in deiner eigenen Cloud.

Routenkarte: Sagres: eine 4,8-km-Morgenrunde um das letzte Kap der Algarve — gezeichnet aus den aufgezeichneten GPS-Punkten auf einer OpenStreetMap-Karte
Der tatsächlich aufgezeichnete GPS-Track — Start grün, Ziel orange. Nummerierte Pins zeigen, wo die Fotos unten entstanden sind.

GPX herunterladen Koordinaten, Höhe und relative Zeiten — absolute Aufnahmedaten sind entfernt, Fotos nicht enthalten.

Höhenprofil des Tracks
Höhenprofil über die gesamte Distanz. Schalte die Karte oben in den interaktiven Modus und fahre dann über das Profil — ein Marker folgt der Route.

Drei Küsten in fünf Kilometern

Die Landzunge zeigt nach Süden, das Meer liegt also auf drei Seiten — und die Runde trifft alle drei nacheinander. Zuerst im Osten, oberhalb des Porto da Baleeira mit seiner arbeitenden Fischereiflotte und dem Blick hinaus auf die Felseninseln vor Martinhal. Dann nach Süden an der Abbruchkante entlang, wo der Boden kahl und steinig wird und unten die Praia da Mareta in der geschützten Bucht aufgeht. Dann nach Westen, hinaus auf das Plateau über der Praia do Tonel, die direkt in den Atlantik schaut und auch genau so aussieht. Ein Lauf, drei völlig verschiedene Gewässer.

Warum die Strände in verschiedene Richtungen schauen

Diese Geometrie ist der eigentliche Sinn von Sagres für alle, die schwimmen oder surfen. Die Mareta schaut nach Süden und ist halbwegs geschützt, der Tonel schaut nach Westen und bekommt volle Breitseite, vor allem im Winter. Wenn der Wind den einen unmöglich macht, geht der andere meist noch — zu Fuß sind es rund zehn Minuten hinüber, im Lauf drei. Die aufgezeichnete Linie macht den Handel lesbar: geschützte und offene Seite liegen auf der Karte kaum einen Kilometer auseinander.

Die Festung am Horizont

Die lange niedrige Mauer, die man vom westlichen Plateau sieht, ist die Fortaleza de Sagres, die die Spitze der Landzunge abriegelt. Darin liegt die Rosa dos Ventos, ein Steinkreis von 43 Metern Durchmesser, 1919 freigelegt und bis heute unerklärt — Windrose, Sonnenuhr oder etwas ganz anderes. Populär wird sie Heinrich dem Seefahrer und seiner „Navigationsschule“ zugeschrieben; die Forschung hält die Version mit Campus und Lehrkörper heute allerdings für spätere Legende, und das Pflaster selbst dürfte kaum so alt sein.

Ein flacher Lauf, aber kein langweiliger

Neunundzwanzig Höhenmeter auf fünf Kilometern sind nichts — das Höhendiagramm ist fast eine Gerade. Was die Aufzeichnung tatsächlich festhält, ist das Tempo: gleichmäßig durch die Straßen, dann ein langsames Abdriften, sobald die Kliffabschnitte aufgehen und aus Laufen Stehenbleiben und Schauen wird. Elf Fotos in dreiunddreißig Minuten sind kein Tempolauf. Es ist die richtige Art, eine Gegend zum ersten Mal zu erlaufen.

Über den Ort: Sagres, Vila do Bispo, Portugal

Sagres ist der westlichste Ort der Algarve, Gemeinde Vila do Bispo, rund hundert Kilometer westlich von Faro. Vier Strände liegen in Gehweite des Zentrums — Mareta, Tonel, Baleeira und Martinhal — auf drei Seiten der Landzunge, und die ganze Küste gehört zum Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina; deshalb sind die Kliffs bis heute leer. Sechs Kilometer westlich liegt das Cabo de São Vicente, die tatsächliche Südwestecke des europäischen Festlands, von den Römern Promontorium Sacrum genannt. Sagres ist berühmt windig, karg und ganz und gar nicht Algarve-artig: keine Hotelzeile, ein arbeitender Fischereihafen — und Surfer, die genau deshalb kommen, weil die Dünung hier nicht die sanfte Sorte ist.

Wozu die Aufzeichnung gut ist

Ein erster Morgen an einem neuen Ort ist genau der Moment, in dem sich ein Track lohnt. Die gespeicherte Linie zeigt, welche Straßen wirklich an den Kliffweg anschließen, die Fotos liegen auf der Karte dort, wo die Aussicht war, und das GPX macht die Runde morgen zur selben Stunde wiederholbar — oder legt sie für die nächste Reise ab, was, dem Dateinamen nach zu urteilen, ohnehin der Plan ist.

Über die Region: Sagres, Vila do Bispo, Portugal

Sagres liegt an der äußersten Südwestspitze Portugals, rund hundert Kilometer westlich von Faro, und gehört zum Naturpark Costa Vicentina. Der Ort lebt von Fischerei und Surfen; die vier Strände rund um die Landzunge schauen in verschiedene Richtungen, sodass fast immer einer im Windschatten liegt. Sechs Kilometer westlich markiert das Cabo de São Vicente mit seinem Leuchtturm die Südwestecke des europäischen Festlands.

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